Service-Navigation

Suchfunktion

Regenerative Landwirtschaft


Die sogenannte „regenerative Landwirtschaft“ ist eine Art der Landbewirtschaftung, die sich das Ziel setzt, humusbildende Prozesse und die Bodenbiologie zu fördern

Hierzu werden im Wesentlichen folgende Maßnahmen umgesetzt:

Diese Maßnahmen sollen eine Verminderung von Nährstoffverlusten (z. B. Nitrataus-waschung), die Unterdrückung von Unkräutern und eine besserer Pflanzengesundheit bewirken. Folglich wird eine Reduzierung des Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatzes postuliert. Auch wird durch die flache Einarbeitung der Zwischenfrüchte (die sogenannte Flächenrotte) ein Verzicht auf Verwendung von Totalherbiziden angestrebt.

In einem Projekt (siehe unten) unterzieht das LTZ ausgewählte Maßnahmen der „Regenerativen Landwirtschaft“ hinsichtlich ihrer pflanzenbaulichen und ökologischen Wirkungen einer wissenschaftlichen Überprüfung. Zudem soll die Förderwürdigkeit der untersuchten Maßnahmen geprüft werden.

Das Projekt unterteilt sich in drei Arbeitspakete:

  • Systemvergleich:
    Anhand der Datengrundlage von drei Praxisbetrieben werden betriebs- und arbeitswirtschaftliche Betrachtungen des Produktionssystems durchgeführt. Dazu werden u. a. der Humusgehalt, Nährstoffgehalte im Boden und Regenwurmbesatz erfasst.
  • On-farm-Versuche:
    Die „Komposttee-Anwendung in Winterweizen“ sowie „Wiederholender Zwischenfruchtanbau mit Einarbeitung (Flächenrotte) vor Körnermais“ wird auf drei Praxisbetrieben näher untersucht und auf deren Effekte auf Wasserschutz sowie Biodiversitätsleistungen in Bezug auf Bodenbiologie, Unkrautvorkommen sowie dem Potential zur Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes gemessen.
  • Demonstrationsbetrieb:
    In einem Demonstrationsbetrieb sollen biodiversitätsfördernde, produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen im Ackerbau umgesetzt werden. Auf Flächen des Landwirtschaftlichen Zentrums Baden-Württemberg (LAZBW) in Bettenreute (Oberschwaben) werden entsprechende Maßnahmen implementiert (grüne Brücke-Maßnahmen, Blühmischungen, Verzicht auf Totalherbizide, Lichtäcker, rotierende Buntbrachen, Erhalt von Stoppeläckern etc.). Die betriebswirtschaftliche Betrachtung der Einzelmaßnahmen dient unter anderem der Kalkulation von Ausgleichszahlungen möglicher zukünftiger FAKT-Maßnahmen.


Die Ergebnisse dieses Projektes werden in Projektberichten, Vorträgen und im Rahmen von Feldtagen veröffentlicht.

Kooperationspartner:

Landwirtschaftliches Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW)
Helmholz Zentrum
Grüne Brücke
Landratsamt Karlsruhe

Fußleiste